Wirtschafts Woche
RHETORIK
Interview: "Truppe auf Trab bringen"
Ditko, 60, ist Geschäftsführer und Gründer der deutschen Rednerschule mit Sitz in Bonn, Berlin und München. Seit mehr als 25 Jahren unterrichtet der gelernte Volkswirt Führungskräfte und Politiker, wie sie das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt treffen. Zu seinen Kunden zählen Konzerne wie Lufthansa, DaimlerChrysler, Microsoft und Hewlett-Packard.
Herr Ditko, müsste Ihre Klientel nicht die Kunst des Sprechens längst beherrschen?
Das sollte man meinen. Aber Manager machen Karriere auf Grund ihrer Fachkompetenz, nicht weil sie über exzellente rhetorische Fähigkeiten verfügen. Oft schalten ihre Zuhörer schon nach ein paar Minuten ab und beten innerlich, die Predigt möge schnell vorbei sein.
Und woran liegt das?
Die Reden sind oft staubtrocken, unpersönlich, mit Zahlen und Fachbegriffen überfrachtet. Es fehlt die Dramaturgie, die Vision, die begeistert, fesselt und das Publikum einlädt zuzuhören. Die Redner reden mit sich selbst - nicht mit ihrem Publikum.
Wie geht's dann besser?
Wichtig ist, dass die Vorträge anschaulich sind. Die Bildsprache ist dafür ein sehr gutes Transportmittel. Mit ihr lassen sich komplizierte, nicht greifbare, aber auch langweilige Themen anschaulich darstellen.
Können Sie Beispiele nennen, wer das beherrscht?
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